Teil 3 – Tierphysiotherapie – Altersturnen, um die Fitness zu verbessern
Mit den Fortschritten in der Veterinärmedizin und der Bereitschaft der Besitzer, Geld in den «Partner Tier» zu investieren, steigt die Lebenserwartung der Tiere. Auch ein altes Tier soll natürlich eine möglichst hohe Lebensqualität haben.
Ältere Tiere leiden häufig unter chronischen Problemen wie Schmerzen, Gelenkeinschränkungen, Muskelverspannungen oder allgemeiner Schwäche. Die Tierphysiotherapie kann dabei helfen, Schmerzen zu minimieren und die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.
Im Video zeigt Dr. med. vet. Simone Zulauf, Tierärztin und Tierphysiotherapeutin mit eidg. Diplom, drei Fälle: Denali, eine 10-jährige Border Collie-Hündin mit chronischer Hüftarthrose, benötigt eine ausgewogene Balance zwischen ausreichend Bewegung und (geistiger) Auslastung, nicht zu starker Belastung und einer gezielten Mobilisierung des Hüftgelenks. Shadow, eine Hündin mit Bandscheibenvorfall, lernt ihre Wirbelsäule durch ihre Stammmuskulatur stabilisierende Übungen zu entlasten. Daneben kriegt sie eine Schmerzmedikation und Akupunktur und wird somit von verschiedenen Fachtierärztinnen betreut. Nanouk, ein 14-jähriger Labrador mit beidseitiger Ellbogenarthrose, erhält manuelle Behandlung zur Gelenksmobilisation und Training im Unterwasserlaufband.
Die Kombination aus manueller Therapie, gezielten aktiven Übungen für zu Hause und regelmässiger Betreuung ermöglicht es, älteren Tieren ein schmerzarmes, aktives und lebenswertes Leben zu schenken. Gleichzeitig stärken gemeinsame Übungen die Bindung zwischen Tier und Besitzer.
Weitere Informationen zur Tierphysiotherapie, ebenso wie Tierphysiotherapeutinnen und Tierphysiotherapeuten in ihrer Nähe, finden Interessierte auf der Webseite des Schweizerischen Verband für Tierphysiotherapie: https://svtpt.ch/de/home